urodirect GmbH

Innovation durch Erfahrung!

Unter Urodynamik versteht man die Funktionsdiagnostik des unteren Harntrakts.

Urodynamische Untersuchung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie.

Versuchanordnung

Die Urodynamik ist eine Untersuchungsmethode, bei der mit Hilfe von Drucksonden, Elektroden und Urinflowmeßsystem die Funktionsweise der Harnblase untersucht wird (Blasendruckmessung). Sie wird in der Urologie, Urogynäkologie und Kinderchirurgie angewandt. Typische Untersuchungsmethoden sind Uroflowmetrie (Uroflow), Zystometrie (Blasendruckmessung während der Blasenfüllung), Druck-Fluss-Studie (Blasendruckmessung während des Uroflow) meist in Verbindung mit EMG (Elektromyographie) und Urethra-Druck-Profil (Urethradruckmessung).

Untersuchungsablauf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie.

Bei der Untersuchung wird ein spezieller Katheter in die Blase eingeführt. Nach initialer Entleerung der Blase wird diese anschließend durch den Katheter mit warmer Infusionslösung gefüllt und gleichzeitig der Druck innerhalb der Blase gemessen. Ein weiterer Drucksensor, der in den After eingeführt wird, misst den Druck, der von außen auf die Blase einwirkt, z.B. wenn der Patient presst oder hustet. Die Aktivität des Blasenschließmuskels wird durch drei Klebe- oder Nadelelektroden gemessen. (Bei Kindern sollen nur Klebeelektroden verwendet werden.) Kann der Patient ausreichend sitzen, findet die Untersuchung auf einem speziellen Toilettenstuhl statt. Auf dem Stuhl wird durch einen Auffangmechanismus, der sich darunter befindet, gemessen, ob und wie viel Urin der Patient bei der Blasenfüllung unwillkürlich verliert und wie viel Urin bei der abschließenden Blasenentleerung abgegeben wird. Häufig wird bei der Füllung der Harnblase Röntgenkontrastmittel verwendet und es kann zeitgleich mit der urodynamischen Messung eine Miktionszystographie durchgeführt werden (Kontrastmittelröntgen der Harnblase). Die Untersuchung dauert je nach Umfang der durchgeführten Untersuchungen und Kapazität der Blase zwischen 30 min und 2 Stunden.

Die gesamten Messwerte werden kontinuierlich dokumentiert und aufgezeichnet. Die so erhaltenen Druck- und Flusskurven werden meist über ein Computersystem ausgewertet und vom Arzt interpretiert.

Mit der Untersuchung lassen sich die verschiedenen Harninkontinenzformen (Stressinkontinenz, sensorische oder motorische Urgeinkontinenz, Mischformen) unterscheiden und in Schweregrade einteilen. Außerdem dient diese Untersuchung in speziellen Fällen zum Nachweis eines vesikorenalen Refluxes. Sie dient aber insbesondere zur Diagnostik und Kontrolle der Neurogenen Blase.

Uroflowmetrie

Unter Uroflowmetrie versteht man die Messung des Harnstrahlvolumens pro Zeiteinheit (Sekunden).
Die Durchführung dieser Untersuchung ist sehr einfach:
Ein Patient, der Harndrang hat, wird gebeten, in einen Trichter zu urinieren. Über eine Sensoreinheit (Uroflow) wird dabei erfasst, wie viel Urin er pro Zeiteinheit miktioniert. Die normale Harnflussrate liegt bei mindestens 20 ml/s. Erniedrigte Werte können bei einem behinderten Harnfluss aus der Blase oder einem schwachen Blasenmuskel auftreten.